Was tun bei Stress? Wie ich nach einer Autopanne auf der A3 klar geblieben bin
- Andrea Wiedau

- vor 7 Tagen
- 5 Min. Lesezeit

Letzte Woche war ich auf der Autobahn unterwegs zu meinem Sporttermin. Ganz normal. Alltag. Termine. Zeitplan. Und dann…Mein Auto fing an zu ruckeln, nahm das Gas nicht mehr richtig an und ich war auf der linken Spur der A3, dreispurig, Regen, kalt.
Vielleicht kennst Du diese Sekunden auch: Plötzlich ist alles anders. Dein Körper geht auf Alarm. Dein Kopf fängt an zu rattern und innerlich hörst Du Dich sagen:
„Bitte nicht jetzt. Nicht hier. Nicht bei diesem Wetter.“
Ich habe die Motorkontrollleuchte gesehen, bin kontrolliert auf die Mittelspur, musste zwischen den LKWs aufpassen, bin auf die Standspur und stand dann da. Autobahn. Pannenblinker. Durchatmen.
Und genau hier beginnt die eigentliche Geschichte. Nicht beim Auto. Sondern bei dem, was in Dir passiert.
Was tun bei Stress, wenn plötzlich alles schief läuft?
Ich habe das Auto ausgeschaltet und erst einmal geatmet. Nicht einmal. Mehrmals. Denn ich kenne mich: Früher wäre ich innerlich explodiert. Ich hätte geschimpft, mich aufgeregt, mich hilflos gefühlt. Und mein Nervensystem wäre komplett durch gewesen.
Heute mache ich etwas anders. Und das ist der wichtigste Satz dieses Blogs:
Ich muss nicht alles lösen. Ich muss nur den nächsten Schritt sehen.
Also habe ich mir eine Frage gestellt, die Dich in jedem Chaos wieder in Deine Mitte holen kann:
„Was ist JETZT der nächste klare Schritt?“
Nicht: „Wie rette ich den ganzen Tag?“ Nicht: „Warum passiert mir das?“ Sondern: „Was ist als Nächstes machbar?“
Wie bleibe ich ruhig, wenn ich keine Kontrolle habe?
Ich habe das Auto wieder gestartet, aber die Fehlermeldung war immer noch da.
Ja, ich hätte verzweifeln können. Ja, ich hätte denken können: „Ich stehe hier jetzt stundenlang.“ Denn ich wurde schon mal abgeschleppt, vier Stunden Warten. Ich brauche das nicht nochmal.
Aber ich blieb bei meiner Klarheitsfrage.
Ich habe entschieden: Langsam auf der Standspur bis zur nächsten Ausfahrt. Zwei Kilometer.
Das habe ich gemacht. Ganz bewusst. Ganz ruhig. Das Auto lief langsam, aber es lief.
Stress abbauen in akuten Situationen: 3 Schritte, die sofort helfen
Als ich von der Autobahn runter war, bin ich an die nächste Parkmöglichkeit gefahren, habe angehalten und dann bin ich in drei ganz simple Schritte gegangen, die Du Dir direkt übernehmen kannst:
1) Atmen statt explodieren
Ich habe mich hingesetzt, beide Füße gespürt und bewusst ausgeatmet. Nicht „wegmachen“. Nicht „schönreden“. Einfach: regulieren.
Frage für Dich:👉 Was passiert in Deinem Körper, wenn Stress kommt: Brust eng, Bauch fest, Kiefer hart?
2) Fakten statt Kopfkino
Ich habe die Bedienungsanleitung aus dem Handschuhfach geholt und nachgeschaut: Was bedeutet die Motorkontrollleuchte genau? Ich habe den Ölstand geprüft, aber alles okay.
Frage für Dich:👉 Was davon ist gerade Tatsache und was ist nur der Angst Film im Kopf?
3) Lösung statt Drama
Ich habe beim Sport angerufen und gesagt, dass ich nicht kommen kann. Und es war so schön, denn sie waren kulant und haben den Termin kostenfrei storniert. Dafür war ich wirklich dankbar.
Dann habe ich im Autohaus angerufen (Garantie), die Lage geschildert und gefragt, ob ich fahren darf oder einen Abschlepper brauche .Die Aussage war klar: Solange das Auto noch Gas annimmt, darf ich langsam über die Landstraße fahren.
Frage für Dich:👉 Was wäre jetzt die einfachste Lösung, wenn Du aufhörst, Dich zu bekämpfen?
Wie komme ich aus dem Funktionsmodus raus?
Ich habe meinen Mann informiert, der war aber ausgerechnet an dem Tag im Büro, nicht im Homeoffice. Und dann habe ich etwas gemacht, das viele Menschen viel zu spät machen:
Ich habe mich gefragt:
„Wer kann mir JETZT helfen – ohne Stolz, ohne Drama, ohne ‘ich muss das allein schaffen’?“
Ich habe meine Mutter angerufen. Sie konnte mich abholen. Ich bin langsam ins Autohaus gefahren, habe das Auto abgegeben, sie mussten ein Ersatzteil bestellen und einbauen und nach zwei Tagen kam die Nachricht: Auto fertig, wir können es abholen.
Und weißt Du, was für mich das größte Geschenk war? Ich war danach sogar noch so stabil, dass ich meine Kunden-Calls pünktlich und in meiner vollen Energie machen konnte.
Warum Dich genau diese Geschichte stärkt
Weil solche Momente zeigen, ob Du im Leben eher im Reaktions-Modus bist oder im Klarheits-Modus.
Früher habe ich mich permanent aufgeregt. Meine Nerven wären fertig gewesen und geändert hätte es nichts.
Heute ist es so: Ich bleibe bei mir. Ich atme. Ich frage. Ich handle. Schritt für Schritt.
Und vielleicht ist das gerade auch Dein Thema.
Denn viele Menschen suchen genau danach:
Wie bleibe ich ruhig, wenn etwas schief läuft?
Was hilft sofort gegen Stress im Körper?
Wie komme ich aus dem Funktionsmodus raus?
Wie treffe ich Entscheidungen, wenn ich überfordert bin?
Wie priorisiere ich, wenn plötzlich etwas dazwischen kommt?
Was tun, wenn ich mich schnell aufrege?
Wenn Du Dich bei einer dieser Fragen wiedererkennst: Du bist nicht falsch. Du bist einfach gerade überlastet und Dein System schreit nach Klarheit.
Der 90-Sekunden-Klarheits-Check: Mach das jetzt sofort
Nimm Dir kurz Dein Journal oder Deine Notizen-App. Beantworte diese 3 Fragen ehrlich:
Was ist gerade mein echter Stress-Auslöser?(Kontrollverlust? Zeitdruck? Angst? Ohnmacht? Perfektionismus?)
Was ist der nächste klare Schritt, nur der nächste?(Ein Anruf? Eine Entscheidung? Eine Absage? Ein Nein? Eine Pause?)
Wer oder was unterstützt mich JETZT?(Ein Mensch, eine Struktur, ein Tool, ein Plan B, eine klare Grenze?)
Und dann schreib Dir diesen Satz auf:
„Ich muss nicht alles lösen. Ich muss nur den nächsten Schritt sehen.“
Dein nächster Schritt: kostenfreier 15-Minuten-KlarheitsCall
Wenn Du merkst: „Ich will raus aus dieser Stress-Spirale. Ich will wieder klar denken. Klar fühlen. Klar handeln.“ Dann lass uns das gemeinsam sortieren.
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Wenn Du noch nicht buchen möchtest, ist das völlig okay. Dann nimm Dir heute wenigstens einen Satz mit, der Dich sofort stabilisiert:
Atme. Stell dir eine Klarheitsfrage. Und gehe den nächsten Schritt.
FAQ: Stress abbauen, überfordert, Stress Symptome – kurze Antworten
Was hilft sofort bei Stress im Körper?
Langes Ausatmen, Schultern senken, Kiefer lösen, Blick weich werden lassen. Erst dann handeln.
Wie bleibe ich lösungsorientiert, statt mich aufzuregen?
Frag Dich: „Was ist der nächste machbare Schritt?“ Nicht: „Wie löse ich alles auf einmal?“
Wie komme ich aus dem Funktionsmodus raus?
Stoppe kurz. Atme. Benenne, was wirklich los ist. Und erlaube Dir Hilfe. Funktionieren ist kein Beweis von Stärke. Klarheit ist es.
Warum fühle ich mich bei Stress so schnell überfordert?
Weil Dein Nervensystem in Alarm geht und Dein Kopf versucht, Kontrolle zurückzugewinnen. Klarheit bringt Dich zurück in Führung.
Ich wünsche dir einen entspannten, klaren Tag.
🩷💚Herzliche Grüße
Andrea – Deine Klarheitscoach für jede Lebenslage




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